magical experiences in Disney World Orlando

26Dezember
2013

I’m not driving home for Christmas..

Wie der Titel schon sagt, bin ich für dieses Jahr nicht zu Weihnachten zu Hause gewesen. Allein die Adventswochen zuvor ohne Adventskranz waren schon sehr komisch gewesen. Ich hatte mir zwar einen Adventskalender bei uns im Pavillon gekauft, jedoch hat es sich trotzdem anders angefühlt als normalerweise. Das Wetter war zwar zwischendurch auch mal wechselhaft, aber Palmen anstatt von Tannenbäumen und Sonne anstatt Schnee erinnerten eher weniger an das gewohnte Weihnachtsgefühl. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich unsere Weihnachtsmärkte in Deutschland und das ganze Drum rum wirklich vermisst habe. Der erste Moment, in dem ich eine Art Weihnachtsstimmung aufkam, war als ich zum ersten Mal im Jahr einen Glühwein getrunken habe. Aldi sei Dank gibt es diesen nämlich auch in Orlando! Das war wirklich ein Highlight für mich! Es war nämlich die Wochen zuvor eine Qual gewesen Glühwein bei der Arbeit in unserem Weinshop für die Gäste ausschenken zu müssen, aber ihn im Endeffekt nicht trinken zu können. Doch nach Wochen der Qual wurde ich dann mit einem heißen Becher belohnt und war überglücklich. An dieser Stelle noch mal ein dickes Danke an Milena! Doch auch der Glühwein konnte natürlich nicht das schöne Weihnachtsgefühl nach Florida holen. Ich will mich aber auch nicht nur beschweren. Obwohl ich Weihnachten in Orlando verbracht habe, hatte ich trotzdem eine schöne Zeit. An Heiligabend verbrachte ich den Abend nach der Arbeit mit Freunden. Jenny hatte an dem Tag frei und bereitete deshalb Wraps für uns vor. Jeder brachte ein paar Zutaten mit und obwohl wir alle ziemlich müde von der Arbeit waren, war es trotzdem ein gelungener Abend. 14 Stunden Schichten konnten einen nämlich schon ziemlich schlauchen. Am 25. sind wir dann mit dem gesamten Merchkollegium Essen gegangen. Wie sollte es auch anders sein, haben wir vorher dazu ausgemacht zu Wichteln. Jeder bekam einen Wichtelpartner, für den er ein kleines Geschenk besorgen sollte. Und auch ich bekam ein Geschenk. Und sogar noch ein echt Schönes. Für mich gab es die hier sehr hoch gelobte Ghiradelli Schokolade und einen roten Lippenstift. Da hatte jemand auf jeden Fall meinen Geschmack getroffen. Ich habe bis jetzt nicht erfahren können wer mich gezogen hat. Dennoch vielen Dank lieber Unbekannter! Am letzen und somit zweiten Weihnachtstag verbrachte ich den Abend mit meinen Roommates. Das heißt meiner deutschen Zimmergenossin Lena und meiner Norwegerin Martine. Lena hatte leider erst sehr spät Feierabend und deshalb aßen Martine und ich schon vorher zu zweit. Es gab Hackbällchen mit einer Soße und Brot. Klingt nun nicht sehr einfallsreich, es war aber tatsächlich sehr lecker. Während wir einen Film schauten, tranken wir Kinderpunsch (den es übrigens auch bei uns im Pavillon zu kaufen gab) und aßen Spekulatius, den meine Familie mir im Oktober mitgebracht hatte. So vergingen die Stunden bis Lena endlich nach Hause kam. Sie bekam noch die Chance kurz etwas zu essen, aber danach war es dann Zeit für die Bescherung. Unter unserem Miniatur-Weihnachtsbaum, den ich bei Walmart für 20$ ergattert hatte, lagen schon seit Tagen die Geschenke bereit um ausgepackt zu werden. Von Lena bekam ich Schmuck von Arribas, den Store in dem sie arbeitet und von Martine ein Shirt und einen Souvenir Sombrero aus Cancun. Sie war nämlich kurze Zeit vorher in Mexiko gewesen. Ich habe mich wirklich sehr gefreut. Durch den Tannenbaum und die Geschenke, kam dann noch ein bisschen Weihnachtsfeeling auf. Und so schnell Weihnachten kam, so schnell war es auch wieder vorbei. Ehrlich gesagt war ich sehr froh darüber, da ich in dieser Zeit zum ersten Mal etwas Heimweh hatte.