magical experiences in Disney World Orlando

Berichte von 03/2014

07März
2014

It’s Chillers Time!

Gestern Abend ging es endlich mal wieder in Downtown feiern. Ich hatte mich bei der Arbeit schon richtig darauf gefreut. Es ging mal wieder ins Chillers. Nachdem ich nach meiner Kitchen Production Schicht in der Karamellküche nach Hause kam, ging es schnell unter die Dusche und dann schnell ins rote Kleid. Meine Norwegerin Martine hatte zu dem Zeitpunkt Besuch von einer Freundin. Zu meinem Glück hatten sie kurz zuvor Tacos gemacht und mir netterweise Einen angeboten. So aß ich schnell noch was und ging dann so schnell es ging zu dem Ausgang von den Commons, wo uns wie gewohnt das Taxi abholen sollte. Wir holten noch schnell die Leute aus Vista ab und dann ging es endlich in Richtung Downtown. Ich gönnte mir noch einen Lime-A-Rita in dem Cab und nach kurzer Zeit waren wir dann mit dem völlig überfüllten Taxi in Downtown angekommen. Wir bekamen unser Bändchen und ab ging es in Richtung des Clubs. Es ist immer ein kleines Risiko, sich bei einem solchen Club als overaged auszugeben. Aber wie sollte es auch anders im Chillers sein, gab es gar keine Probleme. Der Club war brechendvoll und wir hatten einen super Abend. Was ich vor allem am Chillers super cool finde, ist dass es einen rooftop, also eine Art Dachterasse gibt, auf der man unter den Sternen und vor allem zwischen den ganzen Hochhäusern feiern kann. Bei dem warmen Wetter hier in Florida ist das meistens auch gar kein Problem.

Als ich dann schließlich nach Hause kam, wartete noch eine Überraschung auf mich. Martine hatte mir vorher schon gesagt, dass sie mir noch einen Taco für die Nacht machen würde. Aber wirklich ernst genommen hatte ich es nicht. So kam ich in unsere Küche und fand einen Zettel. Sie hatte mir wirklich noch was vorbereitet. Und so genoss ich mein super Kateressen und ging schließlich schlafen. Drei Stunden später stand ich schon wieder auf um arbeiten zu gehen. Ich bin immer noch erstaunt, dass ich es pünktlich geschafft habe…

07März
2014

Dumm, dümmer, Amerikaner!

Der Titel scheint etwas hart zu klingen und ich möchte auch im Vornherein zugeben, dass es sicherlich nicht auf jeden zutrifft. Jedoch kann ich leider mit gutem Gewissen sagen, dass ich noch nie so viele dumme Menschen getroffen habe wie hier in Amerika. Ich fragt euch sicher, warum ich dies nun in einem Post anspreche. Denn dafür gibt es einen besonderen Grund. Anlass für den Post ist ein Ereignis in der nahen Vergangenheit. Vor nicht allzu langer Zeit war ich nämlich mit ein paar Freundinnen bei Panera Bread, einer Art Bäkereikette frühstücken. Als wir fertig waren, kam einer der Mitarbeiter und fegte den Boden. Zu dem Zeitpunkt war ich etwas krank und trug deshalb einen American Flag-Schal, den ich vor meiner Abreise von Kai-Arne geschenkt bekommen hatte. Wie dem auch sei, er putze also dem Boden und es fällt mir echt schon schwer es zu erzählen, aber dann geschah etwas, was mich immer noch dazu bringt an der gesamten Gesellschaft zu zweifeln. Es begann damit, dass er mich fragte ob ich Amerika möge. Ich fragte mich wie er auf die Frage kam, antwortete jedoch mit „Ja, ich denke schon“. Um meine Verwirrung etwas aufzulösen, verwies er auf meinen Schal. Plötzlich verstand ich und nickte zustimmend. Doch damit war unsere Konversation nicht beendet. Nun begann erst der Horror. Er fragte mich also ob ich aus Amerika sei. Ich war etwas verwirrt, weil man sich als Ausländer normalerweise schon immer gleich selbst durch seinen Akzent verrät. Jedoch antwortete ich freundlich mit nein und das ich aus Deutschland sei. Und jetzt kommt es. Er nickte und sagte „Ja, aber Deutschland ist doch ein amerikanischer Staat“. Ich guckte ihn mit großen Augen an und wartete darauf, dass er anfing zu lachen. Doch Sekunden vergangen und nichts geschah. Ich dachte immer noch, dass er mich auf den Arm nehmen wollte. Jedoch sah er mich immer verwirrter und auch etwas schämend an. Also antwortete ich „Nein, Deutschland ist ein Land in Europa“. Und dann beginn das größte Desaster. Er schaute mich immer noch verwirrt an und fragte „Europa?“. Ich konnte gar nicht glauben was in dem Moment geschah. Meine Augen wurden immer größer und die peinliche Stille nahm uns beiden fast die Luft weg. Ich suchte verzweifelt nach einer versteckten Kamera und nach einem Moderator, der mich jeden Moment interviewen würde. Doch nichts geschah. Der Mann verstand, dass ich völlig außer mich vor Fremdscham war, sank den Kopf und ging weg ohne ein Wort zu sagen. Ich konnte es wirklich selbst nicht glauben, aber ich traf einen Menschen, der in seinem Leben nie etwas von Europa gehört hatte. Er wusste nicht, dass dieser Kontinent überhaupt existiert. Ich bin immer noch sprachlos…