magical experiences in Disney World Orlando

Berichte von 11/2013

29November
2013

Puerto Rico - bester Urlaub meines Lebens

Puerto Rico

Nach Monaten voller Arbeit wurde es endlich Zeit für einen etwas längeren und weiteren Trip. Ich war zwar schon zwei Mal in Miami und an diversen Stränden und Städten in ganz Florida, aber es wurde endlich mal Zeit für etwas Größeres.

Ich erinnere mich noch genau, wie es zu dem Plan kam nach Puerto Rico zu fliegen. An einem Disney Event an dem das Bild von Anne und mir entstanden ist, haben wir uns darüber unterhalten endlich mal wegzufahren und das dann auch schließlich zusammen zu tun.

 
Schnell war klar, dass wir nach Puerto Rico wollten. Viele Freunde hatten es vorher empfohlen. Und dann am 22. November ging es endlich los. Unser Taxifahrer Kojak brachte uns zum Flughafen und wir druckten direkt unsere Tickets und gingen zur Kontrolle. Während wir in der Schlange standen, waren wir schon so motiviert, dass wir vor Freude gesungen und getanzt haben. Die anderen Flugpassagiere haben uns wahrscheinlich für verrückt oder betrunken erklärt. Morgens gegen 6 Uhr ging unser Flieger dann endlich. Ich habe die meiste Zeit im Flieger nur geschlafen, weil ich die ganze Nacht nicht geschlafen hatte. Der Grund dafür war, dass ich erstens noch zu Ende packen musste und es sich zweitens nicht mehr gelohnt hätte zu schlafen, weil wir so früh schon von Kojak abgeholt worden sind. Der Flug war im Allgemeinen sehr entspannt und nach 2 1 /2 Stunden landeten wir dann auf der Insel Puerto Rico in der Stadt San Juan. Von dort aus nahmen wir uns dann ein Taxi zu unserem Hostel, das wir vorher im Internet gebucht hatten. Als wir ankamen, waren wir ersteinmal etwas enttäuscht von dem Wetter. Es war sehr bewölkt und teilweise hatte es auch geregnet. Aber als wir dann in unserem Hostel ankamen, war die schlechte Stimmung wie verflogen. Das Hostel war einfach ein Traum. Alles war sehr mediterran eingerichtet. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Vor allem auch die nette Frau an der Rezeption hatte uns gleich sehr freundlich willkommen geheißen.
Unglücklicherweise waren wir jedoch so früh im Hostel angekommen, dass wir leider noch nicht in unser Zimmer konnten. Aus dem Grund entschieden wir uns dann schon einmal die Gegend unsicher zu machen. Eine Tour zum Casa Bacardi stand sowieso schon auf unserem Plan und deshalb machten wir uns gleich auf dem Weg. Um zur Fabrik zu gelangen, nahmen wir eine Fähre und kamen dann auch relativ schnell an.

Vor Ort meldeten wir uns dann gleich für die nächste Führung an. Wir waren sehr gespannt. Vor allem die zwei Freigetränke, die sich komischerweise gleich vermehrt hatten, waren ganz nach unserem Geschmack. Und dann ging es endlich, wenn auch schon leicht angeheitert, in unsere Führung. Wir erfuhren viel über die Geschichte von Bacardi und vor allem auch von der Herstellung. Es war im Endeffekt auch wirklich interessant vieles darüber zu erfahren. Nachdem die Führung dann zu Ende war, gingen wir wieder zurück zur Bar. Dort lernten wir einen netten Barkeeper names Gabriel kennen. Wir kamen ins Gespräch und schließlich entschieden wir uns abends noch mal wieder zu sehen um mit ihm feiern zu gehen. Also tauschten wir unsere Nummern aus und machten uns dann auf dem Weg zurück zum Hostel. Dort angekommen, ging es dann in unser Zimmer. Da wir in einem Hostel gehaust haben, waren dementsprechend auch andere Personen mit uns im Zimmer. In der ersten Nacht waren das zwei Frauen aus Manhattan. Wir verstanden uns sehr gut mit ihnen. Nachdem wir dann geduscht und fertig gemacht waren, fingen wir an etwas vorzuglühen und stellten uns später vor unser Hostel um auf Gabriel zu warten. Unglücklicherweise durfte man auf Puerto Rico jedoch nicht in der Öffentlichkeit Alkohol trinken. Ganz egal ob man alt genug ist oder nicht. Deshalb wurden die Getränke dann noch schneller gekippt, als gewollt. Draußen angekommen, haben wir erstmal den wunderschönen Ausblick auf den Plaza de Colonn genossen. Dort wurden dann auch erstmal Bilder im Partyoutfit gemacht und kurze Zeit später kam Gabriel dann auch an. Er fuhr mit uns in ein Studentenviertel. Dort waren viele kleine und schöne Bars, in denen sich nur junge Leute aufgehalten haben. Es war wirklich der Hammer. Wir hatten so viel Spaß und ich habe unglaublich viele Leute kennen gelernt.Als dann viele Bars schon anfingen zu schließen, gingen wir noch in eine andere Straße. Dort befand sich eine kleine Bar mit Livemusik. Dort hielten wir uns schließlich noch sehr lange auf. Hauptsächlich wegen mir. Ich habe mich buchstäblich sofort in die Musik verliebt. Vor allem, als ich erfuhr, dass es sich gar nicht um eine Band sondern um Gäste handelten, die einfach mal zusammen losgespielt und gesungen haben. Besonders der Gitarrist und gleichzeitige Sänger der Gruppe beeindruckte mich sehr. Er spielte mit solch einer Passion, die mich sofort in eine Art Bann zog. Zuerst sang er nur ohne Mikrofon, doch ich konnte ihn schließlich glücklicherweise überreden es auch mit Mikrofon zu versuchen. Keine 10 Sekunden und ich war dem Gesang völlig verfallen. Ich wollte ihn die ganze Zeit gerne ansprechen, doch konnte ich ihn ja schlecht von der Musik abhalten. Als Anne und Gabriel dann endgültig gehen wollten, entschied ich mich meine Nummer und meinen Namen auf einen Zettel zu schreiben und diesen dem Kerl zuzustecken. Das tat ich glücklicherweise auch. Dann brachte uns Gabriel zurück in unser Hostel und wir gingen schlafen. Nur wenige Stunden später mussten wir dann schon aufstehen, weil unser erster richtige Trip auf Puerto Rico auf dem Plan stand. Pünktlich standen wir vor unserem Hostel um uns von dem vorher gebuchten Shuttleservice abholen zu lassen. Als erstes stand eine Regenwaldtour auf dem Plan. Es ging in den  El Yunque Regenwald in der wir eine Tour gebucht hatten. Zuerst schauten wir uns einen Film dazu an. Danach ging es dann los. Die Tour startete. Mit bequemen Schuhen und vor allem mit Regensachen ausgestattet, konnte es losgehen. Wir wanderten einem Gang entlang und folgten unserem Reiseführer. Währenddessen sahen wir viele Pflanzen und Tiere, die man sonst nur aus Büchern oder aus dem Fernsehen kannte. Ungefähr nach 2 Stunden stoppten wir an einem wunderschönen Wasserfall und hatten dort die Möglichkeit schwimmen zu gehen. Glücklicherweise hatte ich vorher schon meinen Bikini angezogen und so ging es direkt ins Wasser. Ich kann euch sagen, dass ich noch nie in solch kaltem Wasser schwimmen war. Ich war von einem Kälteschock echt nicht weit entfernt. Und dann nachdem ich mir gefühlt beide Beine an den Felsen gebrochen hatte, war ich in dem glasklaren, wenn auch kaltem Wasser. Währenddessen schoss Anne ein paar Bilder von mir, die ich euch auch nicht vorenthalten möchte.

Sie traute sich leider nicht mit ins Wasser. Danach ging die Tour dann weiter. Nach einer ewigen Wanderung, vor allem bergauf, kamen wir dann endlich am Ende unserer Tour an. Es war wirklich unglaublich die Schönheit der Natur genießen zu können. Ein absolutes Highlight war hinzukommend dann der Besuch eines Aussichtsturms. Von diesem Aussichtsturm konnte man über den gesamten Regenwald schauen. Es war atemberaubend.

Doch nach den ganzen Erlebnissen wurden wir langsam auch mal hungrig. Aus dem Grund fuhr uns der Bus zu einem vorher ausgesuchtem Restaurant. Ich entschied mich für ein Hähnchengericht mit Reis und Salat. Es war köstlich und dazu noch sehr erschwinglich.

Daraufhin ging es dann aber auch gleich weiter zur nächsten Tour. Im Bus hatten wir dann noch kurz Zeit uns etwas auszuruhen. Nach etwa einer halben Stunde kamen wir dann am Bayo Bay in Fajardo an. Das Bajo Bay wird auch Glitzerwasser oder Leuchtwasser bezeichnet. In dem Wasser sind nämlich Mikroorganismen vorhanden, die auf Bewegung reagieren. Sobald man somit das Wasser berührt hat, hat es neon-blau geleutet. Es schien also als würde das Wasser leuchten, obwohl es im Endeffekt nur die Mikroorganismen waren. Es war wunderschön im dunkeln mit der Gruppe in einem Kajak auf dem Wasser zu paddeln. Vor allem war ich auch sehr beeindruckt von dem Mangrovenwald, den wir durchquerten um zu dem Gewässer zu gelangen. Zuvor hatten ich von dem Ökosystem Mangrove nur in der Schule etwas gehört und dann konnte ich es live bestaunen. Das hat mich wirklich fasziniert. Als wir im Dunkeln wieder am Anleger ankamen, wartete unser Bus schon auf uns um uns zurück zum Hostel zu fahren. Doch bevor wir uns auf dem Weg zurück machen konnten, mussten wir uns noch umziehen, da wir in dem Kajak leider klitschnass geworden waren. Doch nachdem wir dann endlich wieder in trockenen Klamotten waren, konnten wir dann losfahren.

Nach etwa einer Stunde Fahrzeit kamen wir bei unserem Hostel an. Netterweise fuhr uns der Busfahrer direkt bis zu unserem Hostel und nicht wie gebucht nur zu einem Hotel in der Nähe. Wir gingen in unser Hostel und ich hatte Anne schon im Bus gesagt, dass ich Lust hätte feiern zu gehen. Sie war jedoch sehr geschafft und wollte lieber früh schlafen gehen, weil wir am nächsten Tag nämlich um 6 Uhr abgeholt werden sollten. Glücklicherweise konnte ich sie jedoch dazu überreden zumindest sich mit mir auf den Balkon auf unserem Stock des Hostels hinzusetzen um dort ein bisschen von dem Bacardi zu trinken. Im Nachhinein kann ich echt sagen, dass es die beste Entscheidung überhaupt war. Kaum hatten wir uns dort hingesetzt und etwas geredet, kamen immer mehr Leute dazu und setzten sich in die Nähe von uns. Schnell sprach ich sie an und wir kamen gleich ins Gespräch. Mir war gleich aufgefallen, dass sie die Gruppe an Leuten nicht schon vorher gekannt haben muss. Sie waren alle so unterschiedliche Arten von Typen. Darunter waren ein Paar, die einfach beide hätten Supermodels sein können. Dann gab es einen ziemlich schrägen, aber im Endeffekt supernetten und witzigen Typen, der vor allem durch seinen Oberlippenbart gleich auffiel. Darüber hinaus hatten wir aber auch einen alternativen Kerl in der Gruppe, der mir mit seinen langen Rasterzöpfen echt schon Konkurrenz gemacht hat. Wie dem auch sei, waren auch noch ein paar Latinos dabei, die aber auf dem ersten Blick nicht wirklich auffielen. Später gesellten sich auch noch ein paar Belgier dazu. Aber das war so die Hauptgruppe. Wir saßen also da und kamen gleich richtig gut ins Gespräch. Ich war echt froh sie angesprochen zu haben. Nach kurzer Zeit ladeten sie uns dann dazu ein mit ihnen zusammen feiern zu gehen. Das war natürlich gleich nach meinem Geschmack. Ich wollte ja sowieso am liebsten an dem Abend feiern gehen. Ich war also sofort überzeugt. Da gab es dann nur die eine kleine Hürde. Ich wollte unbedingt, dass Anne auch mitkommt und versuchte sie zu überreden. Ich hatte es zwar nicht ganz schaffen können, doch im Endeffekt haben es die Jungs geschafft. Wir mussten uns nur noch schnell umziehen und dann sind wir losgelaufen. Es war Samstagabend und es ging in die Calle San Sebastian. Das war eine Straße voll von Bars und kleinen Clubs. Wir erfuhren, dass es genau der richtige Zeitpunkt war um dorthin zu gehen, weil samstagsabends alle Studenten und jungen Leute aus allen anderen Orten in die Altstadt kommen würden um dort zu feiern. Und so war es auch. Es war einfach einer supergute Nacht. Wir haben Bar Hopping gemacht und waren deshalb fast überall. Die Zusammenstellung der Truppe war mehr als perfekt. Wir haben alle perfekt zusammen harmoniert. Es war einer der besten Nächte meines Lebens. Und es sollte noch besser werden.

Nach ein paar Stunden ging Anne dann schon eher nach Hause. Ich wollte jedoch noch bleiben und schrieb mit Juan, dem Gitarrist vom Vorabend. Er hatte an dem Abend einen Auftritt mit seiner Band gehabt. Aber um mich zu treffen, kam er auch in die Stadt. Wir verstanden uns wirklich sehr gut. Und dadurch, dass er dort wohnte, zeigte er mir einen Platz, den ich selbst nie gefunden hätte. Wir liefen etwa fünf Minuten in Richtung des Meers. Dort befand sich direkt am Meer und an der Spitze der Insel eine alte Burg namens Castillo San Felipe del Morro. Dort zeigte er mir einen Platz von dem man gleichzeitig die Burg und das Meer sehen konnte. Es war wirklich sehr schön und romantisch. Auch wenn ich nicht so die Romantikerin bin, habe ich den Moment echt genossen... Doch nach einigen Minuten liefen wir wieder zurück. Es war schon spät und unser Taxi sollte uns morgens um 6 Uhr beim Hostel abholen. Wir liefen also zurück in Richtung meines Hostels. Doch währenddessen sang Juan ein bisschen für mich. Natürlich auf Spanisch. Es klang wirklich sehr schön. Aber nichtsdestotrotz mussten wir weiter. Gegen 5, halb 6 kam ich dann im Hostel an. Ich sprang unter die Dusche und packte schnell ein paar Sachen zusammen. Auch Anne wurde wach um sich fertig zu machen. Sie war wirklich überrascht mich im Zimmer stehen zu sehen, weil sie dachte ich würde es nicht bis zu dem Trip ins Hostel schaffen. Dummerweise war mein Akku leer und deshalb konnte ich ihr auf ihre Nachrichten nicht antworten. Ich hatte es ihr jedoch versprochen pünktlich zurück zu sein und so war ich es auch. Ziemlich fertig, aber pünktlich warteten wir also auf unser Taxi. Anne hatte schon Panik, weil der Fahrer nämlich nicht pünktlich war und Puerto Ricaner im Punkto Verlässlichkeit nicht annährend mit Deutschen zu vergleichen sind. Mir hingegen war eigentlich alles egal. Ich hatte mit meinem Kater und der Müdigkeit zu kämpfen und war einfach froh, dass ich es geschafft hatte pünktlich zurück zu sein. Nach ein paar Minuten kam der Taxifahrer dann aber auch und brachte uns zur Fähre. Für den Tag hatten wir nämlich eine Schnorcheltour auf einer zu Puerto Rico gehörigen Insel namens Culebra geplant. Der Anleger war jedoch etwas mehr als eine Stunde entfernt. Gut für mich. Dadurch konnte ich dann noch etwas Schlaf nachholen. Aus dem Grund habe ich von der Fahrt nicht so viel mitbekommen. Als wir ankamen, war es auch schon hell und wir holten unsere Tickets und stellten uns der unglaublich langen Schlange an. Die Fähre fährt nämlich nur einmal täglich um 8 Uhr und wenn kein Platz mehr ist, kann man die Fähre nicht mehr betreten. Aus dem Grund waren wir auch auf Nummer sicher gegangen und schon eine Stunde vorher angetroffen. Und dann sah ich ihn, den Anlegerkiosk. Er hat mir in dem Moment echt den Tag gerettet. Es gab nämlich etwas Brotähnliches und Kaffee. Ich habe keine Ahnung ob ich den Tag ohne dieses Frühstück anährend überlebt hätte. Wie auch immer. Nach einer Weile ging es dann endlich auf die Fähre. Ich suchte mir sofort einen Platz auf dem ich weiter schlafen konnte. Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, habe ich somit von der Fahrt auch nicht viel mitbekommen. Ich bin zwischendurch mal aufgewacht wenn mein Kopf durch den Wellengang irgendwo gegengestoßen ist, aber ansonsten habe ich geschlafen wie ein Baby. Im Nachhinein war es auch ganz gut so. Ich will gar nicht darüber nachdenken wie es gewesen wäre mit einem Hangover auf einem schwankenden Schiff wach zu sein..Nach etwa e1 ½ Stunden kamen wir dann auf der Insel an. Ich war plötzlich wie ausgewechselt. Aus der verkaterten und müden Christina wurde innerhalb von Sekunden die fitte und abenteuerlustige Christina, die endlich loslegen wollte. Die Schönheit der Insel hat mich einfach so in seinen Bann gezogen. So suchten wir also unsere Reisegruppe, bzw. den Veranstalter unserer Schnorcheltour. Nach kurzer Zeit fanden wir zwei sympathische Frauen, die uns zu einem Cap begleiteten. Nach 10 min kamen wir an der Bucht, in der die Schnorcheltour stattfinden sollte, an. Wir wurden herzlich gegrüßt und waren umso gespannter was uns nun bevorstand. Wie sollte es auch echt anders sein, bestand ¾ unserer Schnorchelgruppe aus Asiaten, die noch nichteinmal schwimmen konnten. Aber in dem Punkt wie man vor Kameras post, konnten wir noch viel von ihnen lernen.. Dann gings los, wir bekamen unsere Schwimmwesten, Flossen und Brillen inklusive des Schnorchels und machten uns bereit. Es gab eine kleine Einführung darüber wie der Tag ablaufen sollte. Ich nahm ersteinmal noch meine Wasserflasche mit ins Kajak, weil ich immer noch Nachdurst hatte.

Und dann ging es auch endlich los. Der Kurs wurde von einem Familienbetrieb geleitet. Aus dem Grund begleiteten uns eine Frau, deren Mann und der Sohn, names Diego. Diego war so um die 25 Jahre alt und wirklich nicht von schlechten Eltern. Ok, zurück zum Wesentlichen. Es ging dann also mit den Kajak in Richtung einer etwas größeren Bucht. Nach etwa 20 Minuten kamen wir dort an. Auf dem Weg konnte ich mein Glück gar nicht fassen. Ich hatte noch nie etwas so schönes gesehen. Glasklares Wasser, welches durch die Sonnenstrahlen zu glitzern schien. Viele kleine Inseln, die sich wie Berge vor uns vollstreckten und eine Ruhe, die kaum zu toppen war. Es war einfach unglaublich.

Als wir dann an der Bucht ankamen, ketteten wir unsere Kajaks aneinander und gingen ins Wasser. Unsere Sonnenbrillen wurden eingesammelt und ich zog meine Schwimmweste aus und meine Flossen und die Brille mit Schnorchel an. Diego, der hübsche Leiter unserer Schnorchteltour wies uns kurz ein und dann ging es los. Ich sah Tiere und Pflanzen, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Es war unbeschreiblich schön. Ich habe mich selten so frei und glücklich gefühlt wie dort in dem Wasser. Außerdem war es auch wirklich witzig wie schlecht die meisten der Gruppe schwimmen konnten. Die meisten der Asiaten brauchten zusätzlich zu ihrer Schwimmweste noch ein Rettungsbrett um sich überhaupt über Wasser halten zu können. Das hatte jedoch auch einen Vorteil für mich. Die Leiter der Gruppe hatten nämlich Unterwasserkameras dabei und haben dann ab und an mal Bilder von uns geschossen. Mein Vorteil darin bestand, dass ich neben einem anderen Kerl aus Brasilien die Einzige war, die auch bis auf den Meeresboden getaucht ist. Aus dem Grund gibt es unglaublich viele schöne Unterwasserbilder von mir.

Was ich dazu auch noch loswerden muss, ist dass Kajak fahren und Tauchen auf jeden Fall Hangover Killer sind. Danach habe ich mich gefühlt wie neu geboren. Nach ca. einer Stunde ging es dann zurück zum Festland um einen kleinen Snack zu genießen. Es gab Sandwiches mit einer selbstgemachten Art Frischkäse, Äpfel, Chips und Softdrinks. Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter in ein anderes Riff, in dem sich vor allem viele Schildkröten aufhalten sollten. Dort konnten wir direkt hinschwimmen, weil es vom Ufer nicht allzu weit entfernt war. Wir sahen so viele Schildkröten und Rochen wie nie zuvor. Auch dort wurden dann viele schöne Fotos geschossen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es dann zurück zum Ufer. Im Wasser und auch am Land unterhielt ich mich noch lange mit Diego und dann fuhren uns seine Eltern an einen Strand, der als einer der Schönsten der Welt bekannt ist. Der Flamenco Beach war atemberaubend. Genauso, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Ich war einfach hin und weg. Leider hatten wir dort nur eine Stunde Aufenthalt bevor es dann zurück zur Fähre ging.

An der Fähre angekommen, wurde Anne erst einmal netterweise darauf hingewiesen, dass sie auf der Fähre doch bitte mehr als nur ihren Bikini tragen solle. Vernünftig angezogen ging es dann auf die Fähre. Von der Fahrt habe ich leider wieder genauso wenig mitbekommen wie von der Hinfahrt. Ich habe wiedermal geschlafen wie ein Baby. Wieder auf Puerto Rico angekommen kam nach kurzer Zeit auch schon unser Cap. Im Cap haben Anne und ich einfach nur noch von unserem Urlaub geschwärmt und danach habe ich noch mal ein bisschen geschlafen. Zurück in der Altstadt angekommen, hatten wir einfach so einen Hunger, dass wir direkt zu Subway gelaufen sind. Auf unserem Weg zurück zum Hostel passierte ersteinmal wieder was witziges. Ich hatte nämlich auf dem Weg Bilder von der Altstadt gemacht und direkt an einem großen Stadtplatz standen dann drei Jungs, die uns hinterher riefen. Einer von ihnen sagte, dass wir vergessen hätten eine Statue zu fotografieren. Ich war erstmal verwirrt und suchte nach einer Statue. Dann fiel mir auf, dass einer seiner Freunde sich starr vor den Platz gestellt hatte. Lachend fotografierte ich ihn und  so kamen wir schnell ins Gespräch.

Er gab mir seine Handynummer, nachdem uns auffiel, dass wir in dem gleichen Hostel waren. Es war einfach der Hammer. Alle Leute, die wir kennen gelernt hatten, waren in unserem Hostel. Dann gingen wir ins Hostel und machten uns ein bisschen fertig um uns dann wieder auf unseren Balkon zu setzen. Es war Sonntagabend und wir waren bereit unseren letzen Abend noch mal richtig zu genießen. Deshalb leerten wir den Rest von unserer Bacardiflasche, während wir auf dem Balkon saßen. Es war einfach so gut, dass auf Puerto Rico im Gegensatz zu den USA trinken ab 18 Jahren legal ist.                             Dort lernten wir dann noch ein paar Studenten aus Miami kennen. Sie kamen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Spanien, England, Schweden und auch Deutschland waren vertreten. Ein paar von Ihnen kamen dann auch noch mit uns. Wir liefen also durch die Straßen der Altstadt und suchten eine Bar. Dummerweise war sonntags wie in Deutschland ein Feiertag und deshalb waren die meisten Bars geschlossen. Auf dem Weg eine Bar zu finden, trafen wir dann noch viele Andere wie beispielsweise zwei Männer aus San Francisco. Nach gefühlten Stunden fanden wir dann endlich eine Bar und genossen ein paar Getränke. Aber nach kurzer Zeit gingen Einige schon nach Hause. Auch Anne war müde geworden, aber ich wollte noch nicht gehen. Kurz bevor die Bar schließen wollte, kamen dann plötzlich die beiden Männer aus San Francisco in die Bar. Wir kamen ins Gespräch, während die Anderen alle los wollten. Die Männer boten mir an weiter mit mir zu einer anderen Bar zu gehen. Also gingen wir zu einer Bar mit Livemusik. Dort hatten wir noch ne Menge Spaß und ich lernte noch einige Leute kennen. Ein paar Stunden später liefen wir dann nach Hause..                                                                         Auf dem berühmtberüchtigtem Balkon traf ich die drei Jungs, die ich am gleichen Tag auf dem Platz getroffen hatte und die sich den Witz mit der Statue haben einfallen lassen. Mit ihnen saß ich dann noch ne gefühlte Ewigkeit auf dem Balkon bis ich dann endlich ins Bett gefallen bin.                                                                                                               Am nächsten Tag mussten wir bis 10 Uhr aus unserem Zimmer sein. Also schliefen wir so gut es ging aus und checkten dann aus. Unsere Gepäckstücke konnten wir glücklicherweise noch im Hostel lassen. Unser Flieger ging erst abends. Deshalb hatten wir noch genug Zeit um uns die Stadt noch ein bisschen anzuschauen. Zuerst liefen wir zu der Burg, die ich zwei Tage vorher schon gesehen hatte. Wir machten viele schöne Bilder.

Das Wetter war wie immer perfekt. In der Nähe der Burg auf einer Steinmauer entdeckten wir plötzlich zwei riesige Echsen, die ich sonst nur im Zoo gesehen habe.

Kurz darauf schauten wir uns noch ein bisschen die Umgebung an und legten uns dann ins Gras und sonnten uns, direkt neben der Burg mit dem Blick aufs Meer. Zugegebenermaßen war ich noch ziemlich verkatert und so eine kleine Pause tat da ganz gut.Zwischendurch schrieb ich aber noch mit Juan. Er wollte sich eigentlich noch von mir verabschieden, bevor es für mich zurück nach Florida gehen sollte. Nach einigen Missverständnissen machten wir dann aber schließlich ab uns gegen Nachmittag noch einmal in einer Bar zu treffen. Nach etwa einer halben Stunde Schlaf im Gras, vielleicht auch mehr, so ganz sicher bin ich mir da auch nicht mehr, gingen wir dann zurück in Richtung unseres Hostels um etwas zu essen. Anne und ich hatten uns sowieso vorgenommen noch ein sehr bekanntes puerto-ricanisches Gericht namens Mofongo auszuprobieren. Schnell fanden wir ein kleines Restaurant. Mofongo besteht aus frittierten grünen Kochbananen zerdrückt und mit Knoblauch und Olivenöl. Dazu isst man meistens gebratenes Fleisch oder Fischsuppe. Es klingt im ersten Moment etwas exotisch, ist aber wirklich ganz lecker. Das hätte ich auch selbst nicht erwartet. Als wir fertig und auch endlich satt waren, ging es dann zurück in unser Hostel um unser Gepäck abzuholen. Wir wurden langsam schon richtig wehmütig. Alles und auch wirklich alles in diesem Urlaub war perfekt verlaufen und deshalb waren wir schon wirklich sehr traurig, dass sich langsam das Ende näherte. Kurze Zeit später kam Juan auch schon an. Wir setzen uns in eine nahegelegene Bar und er lud uns zu einem Getränk ein. So saßen wir zu dritt dort und sprachen über den Urlaub, die tolle Zeit und darüber, dass wir nicht gehen wollten. Juan trug einfach einen Anzug, weil er direkt nach der Arbeit gekommen war. Ich lieeeeebe Männer in Anzügen. It’s true „Nothing suits you like a suit“. Wie dem auch sei, verstanden wir uns immer besser und deshalb war der Abschied doppelt schwer. Doch dann nach zwei Stunden, die sich wie zehn Minuten anfühlten, kam unser Taxi um uns abzuholen.

So verabschiedeten wir uns und fuhren in Richtung Flughafen. Die Stimmung war vor allem im Taxi echt gedrückt. Wir beide wollten auf keinen Fall mehr zurück. Wir waren uns beide genau darüber im Klaren, dass es der beste Urlaub unseres Lebens war und dass dieser nun langsam zum Ende ging. Traurig, aber gefasst kamen wir am Flughafen an. Etwas angeheitert von den Drinks in der Bar ging es dann zum Schalter. Die anderen Menschen am Flughafen müssen sich wirklich gedacht haben „immer diese Deutschen“…Wie auch immer. Als wir dann auf unseren Flieger gewartet haben, wollte ich noch einmal meine Freiheit auskosten und habe für Anne und mich zwei Cocktails an der Bar für mehr als 20$ bestellt. Aber das war mir so egal. Ich genoss mein letztes legal getrunkenes alkoholisches Getränk in vollen Zügen.

Nach kurzer Zeit war das Glas dann leider auch schon leer und wir liefen zum Schalter. Dort angekommen lernten wir dann noch einen Kerl aus Tampa kennen und unterhielten uns mit ihm bis wir dann ins Flugzeug steigen konnten. Im Flugzeug saßen Anne und ich leider nicht zusammen. Jedoch hatte ich einen ganz netten jungen Mann neben mir mit dem ich mich super verstand. Wir unterhielten uns fast auf dem gesamten Rückflug über alles Mögliche. Vor allem die blauen Chips von Jet Blue fanden wir sehr amüsant. Der Flug war im Wesentlichen sehr entspannt und wir landeten sicher am MCO Flughafen in Orlando. Dadurch, dass wir nur Handgepäck dabei hatten, konnten wir direkt ein Taxi zurück zu unserem Housing nehmen. Nach knapp einer halben Stunde und mit Todesängsten verbunden, kamen wir dann schließlich zu Hause an. Ich kann euch sagen, dass ich wirklich schon mit vielen Taxifahrern gefahren bin, aber das war echt noch ein paar Nummern schlimmer. Wir hatten ernsthaft Angst. Aber who cares, wir haben es überlebt und haben wunderschöne Erinnerungen von einem perfekten Urlaub machen können. Ich will mich an dieser Stelle auch noch sehr bei Anne bedanken. Ohne sie wäre der Urlaub niemals so schön geworden und ich habe sie als Freundin sehr ins Herz geschlossen. Ich bin froh, dass ihr „Final Trip“ damit so schön war. Sie hat mich nämlich zwei Wochen später verlassen um zurück nach Deutschland zu fliegen. Aber wir sehen uns wieder, Maus!